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Vereinspraxis

Vereinsdashboard: Mitglieder, Lizenzen und Anwesenheit auf einen Blick

Die meisten Dashboards in Verwaltungssoftware haben dasselbe Problem: Sie zeigen alles, was sich zählen lässt. Vierzehn Kacheln, sieben Diagramme, drei Verlaufskurven — und nach einer Woche scrollt jeder direkt zur Mitgliederliste.

Ein brauchbares Dashboard beantwortet stattdessen die Fragen, die man täglich hat.

Die drei Zahlen

Mitglieder. Wie viele es sind. Die Zahl, die in jeder Verbandsmeldung und jeder Mitgliederversammlung vorkommt.

Lizenzen. Wie viele Zugänge belegt und wie viele frei sind. Das ist die Zahl, die die Kosten bestimmt — und die man kennen will, bevor 40 neue Mitglieder aufgenommen werden. Siehe Plan.

Anwesenheit. Der Überblick über die Teilnahme im Trainingsbetrieb. Die Zahl, an der man erkennt, ob eine Gruppe läuft — und die für Zuschussnachweise gebraucht wird.

Mehr braucht die Startseite nicht. Alles andere ist eine Auswertung, und die gehört dorthin.

Warum Anwesenheit auf die Startseite gehört

Weil sie die einzige Zahl ist, die etwas über den Zustand des Vereins sagt.

Mitgliederzahlen bewegen sich langsam und reagieren träge. Anwesenheit reagiert sofort: Eine Gruppe, die von 18 auf 9 Teilnehmende fällt, hat ein Problem — und zwar jetzt, nicht wenn im Herbst die Kündigungen kommen.

Der Zusammenhang ist in Vereinen gut belegt: Wer drei Monate nicht mehr erscheint, kündigt im nächsten Kündigungsfenster. Wer das im zweiten Monat merkt, kann anrufen.

Schnelle Wege

Was auf der Startseite an Aktionen steht, sollte dem entsprechen, was man häufig tut:

  • Mitglied anlegen — der häufigste Einzelvorgang in jeder Vereinsverwaltung.
  • Neuigkeit — der Bericht, der am Sonntagabend geschrieben wird.
  • Abzeichen aus der Bibliothek importieren — der Einrichtungsschritt, den man nicht sucht, wenn er nicht angeboten wird.
  • Hilfe — der Weg ins Support-Center, statt in eine Suchmaschine.

Die Suche

Der Teil, der am meisten Zeit spart und am wenigsten beachtet wird. Eine Suche über alle Bereiche beantwortet die Frage, die Vereinsverwaltung tatsächlich ausmacht: „Wo ist das?“

Gesucht wird nach Mitgliedern, Adressen, Rechnungen, Gruppen, Terminen. Und der praktische Effekt ist, dass man aufhört, in Menüs zu navigieren.

Für die Mitgliedersuche gilt: Nachname genügt in der Regel, Mitgliedsnummer ist eindeutig. Bei Familien mit vier gleichnamigen Mitgliedern ist das Geburtsjahr das entscheidende Unterscheidungsmerkmal — ein weiterer Grund, warum es erfasst sein sollte.

Was auf ein Dashboard nicht gehört

Vier Dinge, die man in Vereinssoftware regelmäßig findet und die dort nichts nützen:

  1. Kontostände. Sie sind eine sensible Angabe, die nicht jeder sehen soll, der die Startseite öffnet. Sie gehört in Eingaben & Ausgaben — hinter ein Recht.
  2. Verlaufskurven der Mitgliederentwicklung. Interessant einmal im Jahr, nicht täglich.
  3. Offene Posten als Kachel. Die Zahl ohne Kontext erzeugt Handlungsdruck, wo keiner ist — drei Tage nach einem Beitragslauf ist alles offen. Der richtige Ort sind die offenen Posten mit Tagen Überfälligkeit.
  4. Geburtstagslisten. Eine Liste, die jeder sieht, der die Verwaltung öffnet, ist eine Offenlegung. Glückwünsche laufen ohnehin automatisch.

Was man stattdessen einmal im Monat ansieht

Eine Routine, die sich bewährt hat und zwanzig Minuten dauert:

  1. Bankumsätze einlesen und abgleichen.
  2. Offene Posten nach Tagen Überfälligkeit durchsehen.
  3. Eingegangene Aufnahmeanträge, Kündigungen, Bankverbindungen und Datenanfragen abarbeiten.
  4. Postfach ansehen.

Das ist die Vereinsverwaltung, reduziert auf das, was regelmäßig anfällt. Alles andere ist saisonal.

Häufige Fragen

Welche Zahlen gehören auf ein Vereinsdashboard?

Mitgliederzahl, belegte und freie Lizenzen, Anwesenheit. Drei Zahlen, die täglich etwas bedeuten. Alles andere gehört in Auswertungen.

Wie finde ich ein Mitglied am schnellsten?

Über die Suche auf der Startseite — Nachname oder Mitgliedsnummer. Das ist schneller als der Weg über die Mitgliederliste mit Filter.

Warum stehen Lizenzen so prominent?

Weil sie die Kosten bestimmen. Ein Verein, der 40 neue Mitglieder aufnimmt, will vorher wissen, wie viele Zugänge frei sind.

Was sollte ein Dashboard nicht zeigen?

Kontostände, Geburtstagslisten und Zahlen ohne Kontext. Erstere sind sensibel, letztere erzeugen falschen Handlungsdruck.

Drei Zahlen statt vierzehn Kacheln

In Methacore zeigt die Startseite, was täglich zählt — und die Suche findet den Rest. Ab 0,12 € pro Monat je zehn Benutzer.

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