Blog Vereinsseite & Öffentlichkeit

Vereinspraxis

Die Vereinswebsite selbst bauen

In den meisten Vereinen stehen die Trainingszeiten an zwei Stellen: in der Verwaltung, wo der Übungsleiter sie pflegt, und auf der Website, wo sie jemand vor drei Jahren eingetragen hat. Eine von beiden ist veraltet. Meistens die zweite.

Das ist kein Versäumnis, sondern die Folge der Bauweise. Wer eine WordPress-Seite neben der Vereinsverwaltung betreibt, hat zwei Systeme, die nichts voneinander wissen — und einen Menschen dazwischen, der beide gleich halten soll.

Der Unterschied: Bausteine, die lesen

Der Baukasten arbeitet mit zwei Sorten von Bausteinen.

Inhaltsbausteine sind das, was jeder Baukasten hat: Überschrift, Text, Bild, Knopf, Zitat, Trenner, Abstand. Sie enthalten, was hineingeschrieben wird.

Datenbausteine enthalten nichts. Sie lesen. Ein Trainingszeiten-Baustein zeigt die Gruppen aus der Verwaltung mit ihren Zeiten und Orten. Ein Termine-Baustein zeigt, was im Kalender steht. Neuigkeiten, Kontaktangaben — dasselbe Prinzip.

Ändert ein Übungsleiter am Dienstag die Hallenzeit, steht am Dienstag die neue Zeit auf der Website. Niemand trägt etwas nach, weil es nichts nachzutragen gibt.

Je Datenbaustein lässt sich einstellen, was erscheint: welche Gruppen, wie viele Einträge. Ohne Auswahl erscheint alles — auch das, was später dazukommt. Ein Verein, der nie etwas auswählt, soll keine leere Seite bekommen.

Wie eine Seite entsteht

Eine Seite besteht aus Abschnitten, die untereinander liegen. Je Abschnitt wählt man eine Spaltenaufteilung — eine Spalte, zwei gleiche, ein Drittel zu zwei Dritteln, drei gleiche. In die Spalten kommen die Bausteine.

Bearbeitet wird direkt auf der Seite. Texte tippt man dort, wo sie stehen; Größen, Abstände, Farben und Ausrichtung stellt die Leiste rechts ein — aus einer Auswahl, nicht mit freien Pixelwerten. Rückgängig und Wiederherstellen gibt es, und wer den Reiter mit ungespeicherten Änderungen schließen will, wird gefragt.

Neben der Seitenansicht steht ein Ebenen-Baum: dieselbe Seite als Struktur. Was auf der Seite ausgewählt ist, ist im Baum hervorgehoben, und umgekehrt. Für verschachtelte Abschnitte ist das der schnellere Weg.

Erst Desktop, dann Telefon

Die meisten Besucher einer Vereinsseite kommen mit dem Telefon. Deshalb gibt es zwei Ansichten — und zwischen ihnen eine Automatik.

Gebaut wird am Bildschirm. Beim Umschalten auf die Telefonansicht rechnet der Baukasten um: nebeneinanderstehende Spalten werden gestapelt, Abstände verkleinert, Überschriften stärker verkleinert als Fließtext, feste Breiten werden zu voller Breite. Ausgeblendet wird nie automatisch — Verstecken ist immer eine Entscheidung.

Danach lässt sich für das Telefon nachjustieren. Und hier liegt der Punkt, an dem vergleichbare Werkzeuge unangenehm werden: Was von Hand gesetzt wurde, bleibt von Hand gesetzt. Ändert man später den Desktop, ziehen nur die automatisch berechneten Werte nach. Der Editor zeigt an jedem Wert, woher er kommt, und bietet den Weg zurück zur Automatik.

Kopf- und Fußbereich als Vorlage

Ein Menü, das auf fünfzehn Seiten einzeln gepflegt wird, ist nach dem dritten Monat auf zwölf Seiten falsch. Deshalb sind Kopf- und Fußbereich Vorlagen: einmal bearbeitet, auf jeder Seite wirksam.

Davon darf es mehrere geben. Eine Anmeldeseite verträgt einen schmalen Kopfbereich ohne Menü, während der Rest der Website den vollständigen bekommt. Je Seite wählt man die Vorlage — oder lässt „Standard“ stehen und folgt damit der Vorlage für die ganze Website.

In die Vorlagen gehören eigene Bausteine:

  • Logo & Name — wahlweise aus den Stammdaten des Vereins oder mit eigenem Bild und eigenem Namen. Aus den Stammdaten heißt: Ändert sich dort das Logo, ändert es sich hier.
  • Navigation — das Menü aus den Seiten. Neue Seiten erscheinen von selbst; wer das nicht will, wählt aus, welche erscheinen.
  • Soziale Netzwerke und Fußzeile mit Impressum und Datenschutz.

Cookie-Hinweis: einer für die Website

Der Hinweis ist ebenfalls eine Vorlage — aber nur eine. Mehrere wären ein Widerspruch: Die Einwilligung gilt dem Besuch, nicht der einzelnen Seite.

Einstellbar sind Text, beide Knopfbeschriftungen und die Lage. Der Hinweis erscheint, bis der Besucher entschieden hat, und merkt sich die Entscheidung. „Nur notwendige“ steht zuerst und ist gleichwertig gestaltet — eine vorausgewählte Zustimmung ist keine Einwilligung.

Ob der Verein den Hinweis überhaupt braucht, hängt davon ab, was auf der Seite eingebettet ist. Wer nur eigene Inhalte zeigt, braucht ihn nicht. Das ist keine Rechtsberatung; im Zweifel klärt das der Verein mit seinem Datenschutzbeauftragten.

Entwurf und Veröffentlichung

Gearbeitet wird an einem Entwurf. Was Besucher sehen, ändert sich erst beim Veröffentlichen — bis dahin kann man einen halbfertigen Umbau über Wochen liegen lassen, ohne dass jemand ihn sieht. Beim Veröffentlichen wird zuerst gespeichert; die Topbar zeigt, wann zuletzt veröffentlicht wurde.

Für die Suche trägt jede Seite eigene Angaben: Titel, Beschreibung und Vorschaubild für das Teilen in Netzwerken. Leer heißt abgeleitet — Titel aus dem Seitennamen, Beschreibung und Bild aus dem Verein. Die Seiten werden serverseitig ausgeliefert: Was gefunden werden soll, steht in der ersten Antwort und nicht in einem Skript, das eine halbe Sekunde später lädt.

Was der Baukasten nicht ist

Er ist kein Ersatz für Elementor oder Divi. In diesen Werkzeugen stecken Jahrzehnte Entwicklungsarbeit, und wer eine Agenturseite mit Scrollanimationen will, ist dort besser aufgehoben.

Der Baukasten löst ein anderes Problem: Vereinsdaten, die an zwei Stellen gepflegt werden. Wer damit lebt, dass die Website aus Abschnitten besteht und nicht aus freier Fläche, bekommt dafür eine Seite, die nicht veraltet.

Die bestehende Vereinsseite bleibt übrigens, was sie ist. Der Baukasten ist ein eigenes Angebot daneben, kein Ersatz — wer nichts baut, behält die vorgegebene Seite unverändert.

Häufige Fragen

Brauchen wir dann noch WordPress?

Für die meisten Vereine nicht. Der Vergleich fällt nicht über Gestaltungsfreiheit aus, sondern über Pflege: Kein zweites System, keine Plugin-Aktualisierungen, keine doppelt gepflegten Trainingszeiten. Wer eine gestalterisch anspruchsvolle Seite mit eigenem CSS braucht, bleibt bei WordPress.

Was passiert, wenn ein Trainer die Zeit ändert?

Die Website ändert sich mit. Datenbausteine lesen bei jedem Aufruf aus der Verwaltung; sie speichern nichts eigenes. Das gilt für Trainingszeiten, Termine, Neuigkeiten und Kontaktangaben.

Können unterschiedliche Seiten verschiedene Kopfbereiche haben?

Ja. Kopf- und Fußbereiche sind Vorlagen, von denen es mehrere geben darf. Jede Seite wählt eine oder folgt der Standardvorlage. Löscht man eine Vorlage, fallen die Seiten, die sie benutzt haben, auf den Standard zurück — sie stehen nie ohne Kopfbereich da.

Was ist mit dem Handy?

Die Telefonansicht wird aus der Desktop-Gestaltung berechnet und lässt sich danach von Hand nachbessern. Der wichtige Teil: Spätere Änderungen am Desktop überschreiben die Handarbeit nicht.

Eine Website, die nicht veraltet

In Methacore bauen Vereine ihre Seite aus Bausteinen, die aus der Verwaltung lesen. Ab 0,12 € pro Monat je zehn Benutzer.

Verein registrieren