Vereinspraxis
Kursübersicht: alle Kurse eines Bereichs mit freien Plätzen
Wer einen Kurs sucht, will nicht einen Kurs sehen. Er will sehen, was zur Wahl steht — welche Anfängerkurse laufen, wann sie starten, wo noch Plätze frei sind. Und er will das auf einer Seite, nicht in fünf Tabs.
Die Kursübersicht ist genau diese Seite: alle Kurse eines Kursbereichs mit ihren Terminen und freien Plätzen, öffentlich erreichbar unter einer eigenen Adresse.
Was die Seite zeigt
Je Kurs des Bereichs:
- Name und Kurzbeschreibung
- Termine und Zeitraum
- Freie Plätze oder der Hinweis, dass der Kurs voll ist
- Der Weg zur Buchung
Damit ist der Weg von „ich suche einen Schwimmkurs für mein Kind“ bis zur Buchung zwei Klicks lang.
Wofür Vereine sie tatsächlich nutzen
Der Nutzen liegt in der Verteilbarkeit — es ist ein Link, der ein ganzes Angebot zeigt:
Aushang und Flyer. Ein QR-Code auf einem Plakat im Hallenfoyer oder im Schaufenster der Sparkasse führt auf die Übersicht. Der Aushang veraltet nicht, weil er keine Kursliste enthält, sondern einen Link darauf.
Schulen und Kitas. Der wirksamste Verteilweg für Kinderkurse. Eine Schulleitung, die einen Link in den Elternnewsletter setzen soll, setzt einen Link — keine PDF-Liste, die sie prüfen und korrigieren muss.
Ferienprogramme der Kommune. Viele Kommunen sammeln Angebote und wollen genau das: eine Adresse, die zeigt, was der Verein anbietet.
Anfragen abkürzen. Auf „Habt ihr noch Plätze im Anfängerkurs?“ ist der Link die vollständige Antwort.
Warum freie Plätze der entscheidende Teil sind
Weil sie die häufigste Frage beantworten — und weil sie eine Entscheidung auslösen. Ein Kurs mit „noch 3 Plätze frei“ wird gebucht; ein Kurs ohne Angabe wird angefragt, und aus Anfragen werden seltener Buchungen als aus Buchungen.
Der Zusammenhang zur Warteliste ist dabei wichtig: Ein voller Kurs bleibt sichtbar und nimmt Wartende auf. Für den Verein ist die Warteliste die Grundlage für einen zweiten Kurs — und die lässt sich nur füllen, wenn der volle Kurs überhaupt gezeigt wird.
Was der Verein dafür einrichten muss
- Kursbereich anlegen mit Namen und Kurznamen — der Kurzname steht in der Adresse.
- Kurse im Bereich anlegen mit Terminen, Platzzahl und Tarifen.
- Kurse veröffentlichen.
- Link verteilen.
Was man einmal prüfen sollte: die Kurzbeschreibungen. Auf der Übersicht ist die Kurzbeschreibung der Text, an dem Besucher entscheiden, ob sie weiterklicken. Sie sollte Zielgruppe und Voraussetzungen nennen — „ab 6 Jahren, ohne Vorkenntnisse“ ist eine Kurzbeschreibung, „Anfängerkurs“ nicht.
Was nicht darauf gehört
- Interne Kurse. Was nur für Mitglieder gedacht ist, gehört nicht in ein öffentliches Board.
- Kurse ohne Preis. „Preis auf Anfrage“ auf einer Übersichtsseite mit sechs Kursen führt dazu, dass die anderen fünf gebucht werden.
- Kurse ohne Termine. Ein Kurs ohne Zeitraum ist für Besucher nicht entscheidbar.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zur einzelnen Kursseite?
Die Übersicht zeigt alle Kurse eines Bereichs mit freien Plätzen. Die Kursseite ist der einzelne Kurs mit Beschreibung, Formular und Buchung. Die Übersicht ist der Verteillink, die Kursseite der Buchungsvorgang.
Werden freie Plätze in Echtzeit angezeigt?
Die Seite fragt den aktuellen Stand ab, wenn sie geöffnet wird. Wer sie zwei Stunden offen lässt, sieht den Stand von vorher — ein Neuladen zeigt den aktuellen.
Wie verteile ich die Seite?
Als Link oder QR-Code: auf Aushängen, in Schul- und Kita-Newslettern, in Kommune-Verzeichnissen, in Nachrichten an Mitglieder. Ein Link altert nicht, eine gedruckte Kursliste schon.
Was, wenn alle Kurse voll sind?
Sie bleiben sichtbar und nehmen Wartende auf. Das ist gewollt: Die Warteliste ist die Begründung für einen zusätzlichen Kurs.