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Vereinspraxis

Die Vereinsstruktur als Bild

Ein Verein mit vier Abteilungen, achtzehn Trainingsgruppen und elf Ämtern lässt sich in drei Listen darstellen. Verstehen kann man ihn so nicht.

Die Frage „Wer ist eigentlich für die Leichtathletik-Jugend zuständig?“ beantwortet keine der drei Listen allein. Man muss in der Abteilungsliste nachsehen, dann in den Gruppen, dann bei den Ämtern — und am Ende hat man drei Namen und weiß immer noch nicht, wer davon entscheidet.

Was das Organigramm zeigt

Abteilungen, Gruppen und Ämter des Vereins in ihrer Verschachtelung: Was zu wem gehört, wer welches Amt hat, welche Gruppe in welcher Abteilung läuft.

Zweige lassen sich ein- und ausklappen — einzeln oder alle auf einmal. Ein Verein mit vier Abteilungen zeigt zunächst die vier; wer die Turnabteilung öffnet, sieht ihre Gruppen und ihre Leitung.

Die Daten kommen aus dem Bestand. Das Organigramm ist keine zweite Pflegestelle: Es zeigt, was unter Abteilungen, Gruppen und Ämtern eingetragen ist. Wird dort etwas geändert, ändert sich das Bild.

Der PDF-Export

Das Organigramm lässt sich als PDF ausgeben. Dafür gibt es drei wiederkehrende Anlässe:

Mitgliederversammlung. Die Struktur auf einer Seite, als Anlage zum Bericht des Vorstands. Erspart die Nachfrage, wer inzwischen welches Amt hat.

Vorstandswechsel. Der Nachfolger bekommt ein Bild statt einer Erzählung. Was in einer Übergabe eine halbe Stunde dauert, steht auf einem Blatt.

Anträge. Verbände und Kommunen fragen bei Förderanträgen nach der Struktur des Vereins. Ein Organigramm ist die Antwort, die man ohne Rückfrage einreichen kann.

Was ein Organigramm sichtbar macht

Meist etwas Unangenehmes — und genau das ist sein Wert.

  • Unbesetzte Ämter. Ein Verein, der auf dem Papier einen Jugendwart hat und im Organigramm eine Lücke, weiß jetzt Bescheid.
  • Ämterhäufung. Wenn derselbe Name an vier Stellen steht, ist das kein Zeichen von Engagement, sondern ein Risiko. Fällt diese Person aus, fällt viel aus.
  • Gruppen ohne Zuordnung. Eine Trainingsgruppe, die in keiner Abteilung hängt, wird bei Abteilungsauswertungen nicht mitgezählt.
  • Abteilungen ohne Leitung. Kommt häufiger vor, als Vorstände vermuten.

Wer das Organigramm zum ersten Mal öffnet, sollte damit rechnen, danach zwei bis drei Dinge zu klären. Das ist der Punkt.

Organigramm oder Ämterliste?

 OrganigrammÄmterliste
ZeigtStruktur und ZusammenhangAmt, Person, Zeitraum
Beantwortet„Wer gehört wozu?“„Wer hat wann welches Amt?“
Gut fürÜbergabe, Versammlung, AnträgeNachweis, Wahlperioden, Historie

Beides braucht es. Das Bild erklärt, die Liste belegt.

Häufige Fragen

Wofür braucht ein Verein ein Organigramm?

Für die Mitgliederversammlung, für Vorstandsübergaben und für Förderanträge. Und für die eigene Klarheit: Es zeigt Lücken, die in Listen nicht auffallen.

Woher kommen die Daten?

Aus Abteilungen, Gruppen und Ämtern. Das Organigramm stellt dar, was dort gepflegt wird — es wird nicht separat gefüllt.

Können wir es ausdrucken?

Ja, als PDF. Gedacht als Anlage zu Berichten und Anträgen.

Was, wenn ein Amt unbesetzt ist?

Dann sieht man es. Ein Organigramm mit Lücke ist ehrlicher als eine Liste, in der ein Vorgänger noch steht, weil ihn niemand ausgetragen hat.

Die Struktur auf einem Blatt

In Methacore entsteht das Organigramm aus dem, was ohnehin gepflegt wird — inklusive PDF für die Versammlung. Ab 0,12 € pro Monat je zehn Benutzer.

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